Marcel
MuleMarcel Mule wurde am 24. Juni 1901 in Aube in der Normandie geboren.
Bereits im frühen Alter von sieben Jahren bekam er von seinem Vater Saxophonunterricht und kurz darauf spielte er in dessen Band. Mit neun Jahren spielte er die Violine und mit zwölf fügte er sogar das Klavier dazu.
Mule trat 1921 der französischen Militärkapelle bei, wo er härter als je zuvor am Saxophon arbeitete. Zu dieser Zeit entwickelte er auch einen sehr starken musikalischen Geschmack indem er viele Konzerte besuchte. Zwei Jahre später wurde er Solist in der "Guarde Republicaine".
1928 wurde das erste Saxophonquartett der Geschichte, "Le quartour de la musique de la Guarde Republicaine", mit Mule am Sopran gegründet. Nachdem es für diese Besetzung keine Originalliteratur gab wurden anfangs Transkriptionen gespielt, bald darauf jedoch wurden Komponisten aufmerksam und begannen für das Saxophonquartett zu schreiben.
Mule wurde 1942 der zweite Professor für Saxophon am Pariser Conservatoire, erst 71 Jahre nachdem Adolphe Sax' Klasse geschlossen wurde. Als Mule 1968 in Pension ging, übernahm sein Schüler Daniel Deffayet dessen Position. Andere wichtige Schüler Mules sind Jean-M. Londeix, Eugene Rousseau, Iwan Roth und Frederick L. Hemke.
Marcel Mule hat mit Sicherheit die wichtigste Pionierarbeit für die Entwicklung des klassischen Saxophons geleistet. Seine Solo Auftritte und auch seine Auftritte mit dem Quartett inspirierten viele Komponisten für das Saxophon zu schreiben. Zahlreiche Stücke wurden für ihn komponiert. Außerdem war er ein hervorragender Lehrer. Wir Saxophonisten haben Marcel Mule viel zu verdanken.